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IPv4, IPv6 & Subnetting von Grund auf lernen

Kein Vorwissen nötig. Wir brechen das Thema Schritt für Schritt herunter.

Schritt 1: Der Aufbau einer IP-Adresse

Eine IPv4-Adresse ist im Grunde die Postanschrift eines Geräts im Netzwerk. Um zu verstehen, wie sie funktioniert, müssen wir sie in ihre kleinste Form zerlegen: Einsen und Nullen (Bits).

Sie ist genau 32 Bits lang und wird in 4 Blöcke zu je 8 Bits unterteilt. Diese 8-Bit-Blöcke nennt man Oktette. Computer sprechen nur dieses Binärsystem, aber für uns Menschen werden diese 8 Bits in vertraute Dezimalzahlen umgewandelt.

Jedes Bit in einem Oktett hat einen festen Wert: 128 | 64 | 32 | 16 | 8 | 4 | 2 | 1.
Wenn ein Bit auf "1" steht, zählen wir seinen Wert. Steht es auf "0", ignorieren wir es. Sind alle 8 Bits "1", ergibt das in der Summe genau 255. Sind alle "0", ergibt es 0. Deshalb geht eine IP-Adresse pro Block immer nur von 0 bis 255.

Beispiel-Umwandlung für die IP 192.168.1.1:

Dezimal: 192 . 168 . 1 . 1
Binär: 11000000 . 10101000 . 00000001 . 00000001

Rechnung für 192: 128 (an) + 64 (an) = 192.
Rechnung für 168: 128 (an) + 32 (an) + 8 (an) = 168.